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Micha's Australien Tagebuch

Reisetagebuch

zum nachlesen und mitschwärmen ;-)

Australien auf Wiedersehen …bis bald!

Western Australia Posted on Tue, April 21, 2009 14:43:49

7 Monate Australien sind nun vorüber und ich kann nur sagen, DANKE!
Die
vergangenen Monate waren die schönsten meines Lebens. “I had the best
time of my life”
Ich bin vieles an Erfahrungen reicher und mein
Horizont hat sich stark erweitert. Während meiner Reise durch Australien, habe ich so viele neue Freunde gewonnen, die mir so viel gegeben
haben. Ich weiß gar nicht, wie ich das jemals zurückgeben kann. Ich
werde mich auf jeden Fall stark engagieren, ein guter Couchsurf-
Gastgeber zu sein, an den Plätzen, wo ich später leben werde. Das
Reisen durch das Land hat so viel Spaß gemacht. Danke auch an meine
“Mates”
, die mich treu begleitet haben und mit denen ich so viel
erleben durfte. Es war eine geile Zeit! Australien ist ein super Land
zum Reisen und aber auch zum Leben. Es gibt hier keinen Winter, es ist
nahezu immer paradiesisch! Man kann binnen Stunden zwischen
Traumstränden, Nationalparks – die wie Südtirol aussehen, Großstädten,
dem Dschungel oder einsamen Dörfchen wechseln. Dieses Land bietet einen
Alles. Mir zumindest, denn ich hasse den Winter. Was ich alles erlebt
und gesehen habe, könnt ihr ja hier in meinem Blog nachlesen. Aber
alles das, was ich erleben durfte, nun in Erinnerung habe und jetzt im
Herzen trage, das lässt sich nicht in Bilder oder Texte bannen. Mein
Herz gehört nun Australien!
Nach meinem Studium plane ich definitiv
wieder zu kommen, vielleicht auch hier zu leben. Aber wer weiß, wo es
mich jetzt noch in die Welt hin verschlägt, denn mein Reisefieber ist
nun ausgebrochen. Ich will nun die Schönheit von Mutter Erde komplett
kennen lernen, alle fernen Länder bereisen! Müsste ich jetzt sofort ins
kalte und verregnete Deutschland zurück, würde ich wohlmöglich die Wände
hochgehen. Aber glücklicher Weise bin ich jetzt auf der Trauminsel Bali
und habe noch ganz Süd-Ost-Asien vor mir. Dann heißt es wieder ein Jahr
Deutschland, dann aber wieder erstmal-weg ins Auslandssemester.

So
meine lieben Leser, ich hoffe ihr hattet bisher viel Spaß meine Reise
mit zu verfolgen!? Seid gespannt auf neue Blogs von Süd-Ost-Asien!

Mein Bali Blog, sollte bald feritg sein! Ich kann nur sagen WAHNSINN… es ist echt toll hier!

Bis dahin…

euer Micha



Perth, die wahrscheinlich schönste Großstadt Australiens

Western Australia Posted on Tue, April 14, 2009 09:47:39

In den letzten Wochen hat sich einiges getan, ich bin froh, dass ich diesen Blogeintrag nun endlich fertig habe und nicht noch mehr dazu kommt. smiley

Ok, fange ich mal mit dem ersten Tag in Perth an. Wir fuhren gleich früh am Morgen los um die Gegend zu erkunden. Am ersten Tag, gondelten wir zunächst noch nicht in die City, sondern erkundeten das Gebiet entlang des Strandes. Perths Strände sind ein Traum. Azurblau und glasklar. Entlang des Strandes führt ein “Tourist Drive“, wo man die prunkvollen Villas der zahllosen “Reichen“ bestaunen kann. Diese Strasse, sind wir runter bis nach Fremantle gefahren. Dieser Ort liegt ca. 20 km südlich von Perth City. Hier fühlten wir uns sofort pudelwohl. Ich glaube Fremantle ist der am meisten europäische Ort Australiens. Voll von alten Gebäuden und kleinen Gassen, wo man an jeder Ecke gemütlich einen Cafe trinken kann. Da es uns dort so sehr gefiel, verbrachten wir den ganzen Tag dort und suchten in der Zeit nach einem Couchsurfplatz rund um Perth. Am nächsten Tag meldete sich darauf hin Steffen, ein Deutscher der vor 7 Jahren auf seiner Weltreise, in Perth hängen blieb und jetzt hier lebt. Er kam damals als Backpacker und wollte eigentlich nur 10 Monate in Australien bleiben und dann weiter nach Südamerika fliegen. Doch er blieb hier, gründete vor ein paar Jahren seine eigene Firma. Diese verkaufte er letztes Jahr und genießt zurzeit sein leben mit Surfen und Kite-Surfen. Man könnte ihn als super netten Selfmade-Man bezeichnen, der immer einen kecken Spruch parat hat und immer ein Lächeln auf den Lippen trägt. Er nahm uns bei sich zu Hause für ein paar Tage auf. Das coole war, er wohnt ziemlich in der Nähe von Fremantle, so konnten wir in unserer Lieblingsgegend bleiben. Am ersten Abend gingen wir gleich in eine kleine coole Bar (dem Mojos), in der ein Band Contest stattfand. Tagsüber relaxten wir entweder gemeinsam am Strand oder chillten mit Steffen und seinen Flatmates Mimmi, Curtis und Nick in ihrem gemütlichen Haus. Da Steffen nie seine Weltreise beendete, beschloss er, dass dieses Jahr nun endlich zu tun. So gab es nach zwei Tagen Bekanntschaft, schon Steffens Abschieds Party. Das war endlich wieder einmal eine Party mit allen Köstlichkeiten, wie man sie aus Deutschland kennt. Es gab deutsches Importbier, deutsche Bratwurst, Havanna Club Rum und Moods Zigarillos. Da ich das australische Bier kaum noch sehen kann, genoss ich den Abend in vollen Zügen. smiley

Am nächsten Tag mussten wir bei Steffen raus, da er noch einiges zu klären hatte, bevor sein Flug, zur ersten Station Hawaii ging. Er reist jetzt 1 Jahr lang rund um Nord- und Süd-Amerika. Wir reisten zu unsrem nächsten Couchsurf, zu Ross. Er wohnt in einem super schicken Häuschen direkt in Perth City Zentrum und ist ein echter Playboy. Wir wurden gleich mit einer Kiste Bier empfangen. Nach dem Ross’s Kumpel noch gekommen war, zogen wir los in das Nachtleben Perths. Ross nahm uns mit in die besten Clubs und Diskos Perths und spendierte sogar ordentlich Getränke. …wieder mal einen super Couchsurfplatz erwischt smiley…diese Nacht, war der absolute Kracher. Leider hatte ich meine Kamera vergessen. Es ist Wahnsinn, was Perth Partymäßig zu bieten hat. Überall wimmelte es von super hübschen Mädels. Es gibt hier nur schöne Menschen. Hier sieht jede Frau aus wie ein Model, was wohl auch daran liegt, das hier jeder in der Stadt unendlich viel Sport treibt. Schon früh am Morgen sieht man die Leute joggen, schwimmen oder Radfahren. Perth ist dazu auch ideal, alles ist super gepflegt und überall findet man Wiesen auf den man Sport treiben kann. Zudem zieht sich im Westen eine nicht endender Traumstrand entlang. Von allem was Perth zu bieten hat, würde ich diese Stadt als schönste Großstadt Australiens bezeichnen. Ich fühle mich hier super wohl und will eigentlich nie mehr weg von hier. Am besten in Fremantle wohnen und in Perth arbeiten… ok… erstmal Schluss mit dem kleinen Abschweif…

Sonntag mussten wir leider schon wieder bei Ross raus, da dieser von Montag bis Freitag immer im Norden Western Australias arbeitet und mit dem Flugzeug dahin fliegt. So zogen wir an einem Strand, dem C.Y. O’ Connor Beach in Fremantle, den uns Steffen empfahl, wo man von niemand gestört wird. Hier campen auch dutzende andere Backpacker. Ist wohl so etwas wie ein Geheimtipp. Am Montag vor meinem Geburtstag, fuhren wir nach Perth um Alida wieder zu treffen. Sie hatte ich beim couchsurfen in Sydney kennengelernt. Alida wohnt jetzt schon seit einer Weile hier in Perth. Durch Zufall traf ich an diesem Tag auch wieder einmal, nach langer Zeit, Maren und Mara (aus Port Douglas) wieder. Das lustige ist, dass Mara am selben Tag wie ich Geburtstag hat. So beschlossen wir kurzerhand zusammen hineinzufeiern. Mit Partyhütchen bewaffnet zogen wir mit Alida, Mara und Maren und Co. durch die Clubs, bis die Uhr dann endlich 12 schlug. …23… steinalt dachte ich! Aber auch so ein hohes Alter muss gefeiert werden. …und das wurde es! smiley

Am 31.03. verlebte ich meinen Ehrentag ehr gemütlich, bis es dann abends wieder mit Mimi (Steffens Mitbewohner, mit dem wir uns mittlerweile gut angefreundet haben) auf Piste ging. Wir gingen in den Hip-E Club, da war Backpacker Night und man bekam günstige Getränke…

Was wir sonst so machen…

Natürlich sind wir in den Westen gekommen um endlich Arbeit zu finden. Wir leben in Fremantle und suchen eigentlich jeden Tag rund um Perth nach Arbeit. Doch die Wirtschaftskrise ist leider auch hier sehr deutlich zu spüren. Es gibt keine Arbeit im Moment für Backpacker. Nirgends!!! Vor einem Jahr soll es hier noch ganz anders ausgesehen haben. …Man lebt im Paradies zu dem Lebensstandard eines Penners und kann sich NICHTS leisten. Aber naja was solls… man kommt schon irgendwie über die Runden. Ich habe hier echt gelernt ohne Geld auszukommen und finde es hier nach wie vor traumhaft.

7. April …ein schwarzer Tag

An diesem Tag meinte irgendeine Bande Kleinkrimineller, uns 3 arme Backpacker, ausrauben zu müssen. Wir parkten direkt am Freeway, unmittelbar vor MC Donalds um wieder einmal unsere Akkus aufzuladen und das kostenlose Internet zu benutzen. Als wir nach einer Stunde wieder aus dem Laden herauskamen, mussten wir feststellen, dass Einiges fehlt. Sie müssen das Auto wohl mit einer Art Draht geöffnet haben, denn es war nichts beschädigt. Sie durchwühlten alles und nahmen alles mit, was einen Wert hatte. Zum Glück nahmen wir unsere wichtigsten Sachen alle mit in MC Donalds rein, sonst wäre die Reise für mich jetzt vorbei. So klauten sie nur meinen kleinen Rucksack, in dem mein Kulturbeutel und allerlei Krimskrams war (auch meine Zahnbürste) und mein gerade erst erhaltenes Geburtstagspaket aus Deutschland. Alle darin enthaltenen Köstlichkeiten sind jetzt weg. Wie gewonnen so zerronnen. …wenn ich die in die Finger bekomme!!!

Naja… zum Osterwochenende, fanden wir endlich wieder einmal einen Couchsurfplatz in Orelia (ca. 20 km von Fremantle entfernt). Wir fanden Unterschlupf bei einer 50 jährigen Gefängniswärterin. Die aber ehr den Eindruck einer Kunstlehrerin machte. Hier surfte auch schon ein deutsches Pärchen, die wir dort kennenlernten. Wir konnten endlich wieder einmal relaxen, richtig duschen und allerlei Onlinekram klären, da wir ihr WLAN mitbenutzen konnten. Am Ostersonntag, machten wir alle gemeinsam ein leckeres Barbecue. Montags mussten wir leider wieder gehen und leben nun wieder am Strand.

Wie es weiter geht…

Da ich es nun aufgegeben habe, hier eine rentable und temporäre Arbeit zu finden, werde ich nun Australien früher als geplant verlassen. Denn für dieses Land, reicht mein übriges Geld nicht mehr lange. Aber nach Deutschland zurück komme ich auch nicht gleich. In der Stadt konnte ich meine Flüge genial und völlig kostenlos umbuchen. Wie schon so oft, ändern sich die Pläne hier zu Lande ziemlich schnell. In den letzten Tagen organisierte ich meine neuen Pläne, nun für 8 Wochen durch Süd-Ost-Asien zu reisen. Dort kann man für 5 Euro am Tag, wie ein König leben. Ich habe mir einen neuen “Lonely Planet“ Reiseführer gekauft… nun kann das Abenteuer weiter gehen. Meine Neuseeland-Reise, wird wegen dem Kostenfaktor und dem nun schlechten Wetter auf meine spaetere Weltreise verschoben. Simon und Michel fahren unseren Van wieder zurück nach Melbourne. Sobald sie dort ankommen, fliegt Simon wieder zurück nach Deutschland, er kann seine Flüge leider nicht umbuchen. Michel will sich noch die Ostküste anschauen. Am Sonntag schon, fliege ich nach Singapur und von dort aus direkt nach Denpasar auf die Insel Bali. Dort bleibe ich 2 Wochen und fliege dann wieder zurück nach Singapur. Von da aus, trete ich meine große Reise mit dem Orient Express in Norden an und bereise alle Länder dieses Erdteils. Erster Stopp wird in Malaysia, in Kuala Lumpur sein, dann geht es weiter nach Thailand, Laos, Kambodscha, Vietnam und schließlich Hongkong

Ich denke, bevor ich Australien verlasse, werde ich hier noch ein paar letzte Zeilen hinterlassen. Den Blog versuche ich aber auch weiterhin aufrecht zu erhalten, wenn ich dann in Asien bin.

Alles liebe… und seid gespannt! smiley …euer Micha



Rock the Mullet

Western Australia Posted on Sat, April 04, 2009 11:33:38

Nach ewig langen
Landstrassen durch die unendlichen Weiten West Australiens, war es wieder
einmal eine Freude in eine “richtige“ Stadt zu kommen. Das Wochenende in
Geraldton genossen wir in vollen Zügen. Besonders nach dem wir bei einem Stadtspaziergang,
in einem 2 $ Laden, die “einzig wahre Frisur“ entdeckten. Hier wird sie MULLET
genannt. Wir kauften uns alle 3 eine dieser Kopfbedeckungen, zu einem
Spottpreis. Die “Vokuhila“ wurde natürlich sofort aufprobiert und zeigte
schnell ihre Wirkung. Die Leute auf der Strasse wollten Fotos mit uns machen
und lächelten uns an. Wir waren die Männer der Stadt! smiley Da wir die Perücken so
lustig fanden, behielten wir sie gleich den ganzen Tag auf und gingen Abends
sogar damit los um Party zu machen. Als wir losgingen, trafen wir gleich an der
ersten Ecke auf einen coolen Australier (Ryan), der und sofort auf einen Drink
in eine Bar einlud. Aus einem wurden dann ca. 5 oder 6 und er nahm uns mit in
sämtliche Bars und Diskos der Stadt. Mit unserem Outfit, waren wir überall die
absoluten Publikums-Helden. Wir wurden im Chor mit “Mullet“ angefeuert. Die
Vokuhila, wirkte auch als absoluter Frauenmagnet. Und bei den Mädels in
Geraldton, ist Eine hübscher als die Andere. Es wimmelte von Traumfrauen. West
Australien ist voll davon und Geraldton, sollte erst ein Vorgeschmack darauf
sein, was uns in Perth erwartete…<!–
WriteFlash('‘);
//–>Am Ende dieses “Back in
Civilisation Party Weekends“, fuhren wir weiter Richtung Perth. Unser nächster
Nachtstopp war in Cape Sandy, wo wir wieder einen wunderschönen Sonnenuntergang
direkt am Meer beobachten konnten.

Früh am Morgen, fuhren wir
weiter zum Nambung Nationalpark. Hauptattraktion des Parks, sind die bis zu
vier Meter hohen verwitterten Kalksteinsäulen, die “Pinnacles”, er
ist deshalb auch unter dem Namen Pinnacles Desert bekannt. Diese Landschaft war
ganz hübsch anzuschauen aber lange nicht so spektakulär wie beschrieben. Gegen Abend erreichten wir
dann unser letztes Etappenziel Perth. Hier sollte auch endlich Arbeit auf uns
warten!?



Von Nord nach Süd gen Westen

Western Australia Posted on Fri, March 20, 2009 13:22:43

Da
man an der Westküste Australiens noch seltener Möglichkeiten findet, seinen
Laptop zu laden und man noch weniger Internetempfang hat, war es mir bis jetzt
nicht möglich einen neuen Blog hoch zu laden. Doch heute, nach tausenden
Kilometern, bin ich endlich wieder einmal in einer etwas größeren Stadt und
kann wieder etwas schreiben.

In Darwin, habe ich es nicht lange ausgehalten. Die Stadt war
zwar ganz schön, aber die Hitze im Norden, war so groß, dass man zu nichts
fähig war und auch nicht schlafen konnte. Wegen den gefährlichen Quallen,
konnte man auch nicht einfach in den Ozean springen und sich erfrischen. So
verbrachten wir die meiste Zeit nur in klimatisierten Einkaufszentren, um nicht
am Hitzetod zu sterben. Nach zwei Tagen, beschlossen wir, weiter zu fahren und vor
der Hitze zu flüchten. Vorher fuhren wir aber noch zum Adelaide River, stiegen
in ein Boot und gingen 5 Meter lange Salzwasser-Krokodile
füttern. Einen Meter, direkt vor einem, schossen sie aus dem Wasser und
schnappten nach dem Fleisch. …ein echt spektakuläres Erlebnis. Die Fahrt
dauerte ca. eine Stunde und wir trafen auf viele Krokos und erfuhren vom
Kapitän des Bootes jede Menge über diese perfekten Killermaschinen. Wäre ich da
ins Wasser gefallen, wäre ich innerhalb von ca. 15 Sekunden von einem Krokodil
gefressen worden. smiley

Nach
dieser Tour, ging unsere Reise weiter zum nächsten Etappenziel Broome. Am
ersten Abend, machten wir direkt am Highway, Richtung Westküste, rast. Dort
trafen wir auf einen echten Road Train Fahrer, der seinen riesigen Truck dort
über Nacht parkte. Während wir uns unser Abendbrot (Nudeln) kochten,
unterhielten wir uns mit Ihm über Gott und die Welt. Er gab uns sogar ein
tiefgekühltes Bier aus. Wie meistens im Norden, schlief ich auf dem Dach des
Vans. Im Inneren, war gar nicht daran zu denken Schlaf zu finden… dazu war es
einfach viel zu heiß!

Am
nächsten Tag, fuhren wir wieder stundelang durch das Land, um die Grenze Western Australias zu erreichen.
Es ging nur gerade aus, aber dieses Mal war die Landschaft wenigstens schöner
als im Outback.

An
der Grenze angekommen, mussten wir unser gesamtes Obst und verschiedene andere
Lebensmittel abgeben. Da uns der Zöllner anbot, vor der Grenze noch unser Obst
essen zu dürfen, versuchte ich 2 Orangen, 2 Äpfel und 3 Birnen wegzuspachteln.
Zu viel Obst, ist auch nicht gesund smiley darum gab ich nach der Hälfte auf. Nach
der Grenze mussten wir ca. noch 700 Kilometer fahren, bis wir endlich in Broome ankamen. Dort gönnte ich mir
erst einmal eine Pizza zum verspäteten Abendbrot. Danach gingen wir uns einen
Schlafplatz suchen und versuchten in der immer noch unerträglichen Hitze, ein
paar Stunden Schlaf zu finden.

Früh
am nächsten Morgen, fuhren wir auf einem Campingplatz, um endlich wieder einmal
unsere Klamotten zu waschen und in Ruhe relaxen zu können. Wir holten uns eine
Box Bier und einen Sack Eis, setzten uns in unsere Campingstühle und erholten
uns von der langen Fahrt. Leider konnte man auch hier am Strand wegen den
Quallen nicht schwimmen gehen. An der Promenade von Broome, lernte ich ein
nettes Backpacker-Pärchen aus Kiel kennen. Wie sich dann später herausstellte,
waren die beiden sogar Freunde von dem einen Kieler Pärchen, mit dem ich am
Anfang meiner Reise in Australien angekommen bin. Wieder mal ein lustiger Zufall smiley

Abends
konnten wir Teilhaber des “Stairways to
the Moon“
-Spektakels werden. Hierbei spiegelt sich der Mond so im Meer, das
es so aussieht, als würde eine Treppe zu Ihm führen…

Nach
zwei Tagen Broome, fuhren wir weiter zur nächsten größeren Stadt auf dem Weg
nach unten, Karratha/Dampier. In Dampier konnten wir das erste Mal endlich
wieder im Meer baden gehen. Ab hier gab es keine Quallen mehr. Ich kaufte mir
ein Stück Wassermelone, setzte mich an den Strand und tankte Sonne.

Im
Morgengrauen fuhren wir weiter Richtung Exmouth
zum Ningaloo National Park. Da die
Fahrt wieder einige Stunden dauerte, blieben wir den ersten Tag in Exmouth und
chillten am Strand. Wir beschlossen am nächsten Tag früh zu starten und in den
National Park zu fahren. So suchten wir uns früh am Abend schon einen
Schlafplatz. Die Parkidee hinter einem Busch war gut. Leider blieb unser Auto
in dem zu weichen Boden, im Sand stecken. Wir kämpften fast eine Stunde um den
Bus wieder frei zu bekommen. Das duschen an diesem Abend hätten wir uns sparen
können, aber wenigstens war der Van wieder befreit und wir nun müde genug um
sofort zu schlafen. Ich schlief wieder wegen der immer noch großen Hitze auf
dem Dach…

Die
Fahrt durch den Park am nächsten Tag, war paradiesisch. Ein Bilderbuch-Traumstrand folgte dem
Nächsten. Das konnten wir, wie man auf den Fotos sieht, mit Michels
Spiegelreflex-Kamera ziemlich gut festhalten. Aber das Gefühl was man bekommt
an solchen Stränden zu sitzen, kann man mit Fotos kaum deutlich machen.

Wir
verbrachten den ganzen Tag im Park, gingen schwimmen und schnorcheln. Die
meiste Zeit, saß ich aber nur am Wasser und genoss die Schönheit Australiens.

Abends
fuhren wir dann zur nächsten Station, nach Coral
Bay
. Dort angekommen, suchten wir uns einen Schlafplatz am Hafen. Hier
wurden wir wieder einmal von einem Ranger geweckt, der aussah wie ein Wrestler
aus dem Fernsehen. Da man nirgends “Wildcampen“ darf, forderte er uns “sehr
freundlich“ auf, innerhalb von 5 Minuten zu verschwinden oder eine Strafe von
150 $ zu zahlen. Da sein Dienst aber erst 7:00 Uhr begann, hatten wir sowieso
schon ausgeschlafen. Also fuhren wir gleich zum Strand um erst einmal zu
Frühstücken. Danach gingen wir wieder schwimmen und schnorcheln. Coral Bay ist
ein richtig kleiner Touristenort mit einem Traumstrand mit kristallklarem
Wasser.

Hier herrschten auch langsam wieder angenehme
Temperaturen. Wir genossen den Tag und tankten wieder ein bisschen Sonne. Nach dem
ich im “kalten“ Melbourne etwas ausgeblichen war, bin ich mittlerweile wieder
ganz gut braun! smiley

Nach
dem wir uns den traumhaften Sonnenuntergang anschauten, machten wir uns auf den
Weg nach Denham. Nach einer Stunde
Fahrt, fanden wir einen gemütlichen Rastplatz, wo wir nächtigten. In Denham,
verbrachten wir einen ehr gemütlichen Tag und gingen zeitig schlafen, um am
nächsten Tag sehr früh aufzustehen und nach Monkey Mia zu fahren. Das war nur 25 km von der Stadt entfernt.
Dieser Ort grenzt direkt an Shark Bay,
einer Meeresbucht an der man bei Sonnenaufgang Delphine füttern kann. Ich stand am Strand und mir schwamm ein
Delphin direkt bis vor die Füße. Ich gab ihm einen Fisch zu fressen. …war echt
cool smiley

Als
alle Delphine satt waren und wieder in den Ozean zurück schwammen, fuhren wir
weiter nach Geraldton. Der Zwischenstopp, den wir einlegten, war einer der
besonderen Art. Wir verließen für ein paar
Stunden das Land

In
der Naehe von Kalbarri, ca. 550 km nördlich von Perth, befindet sich das Fürstentum
Hutt River Province“. http://www.hutt-river.org/
Im Jahre 1970, hatte ein Farmer genug davon, Steuern an den australischen Staat
zu zahlen, nutzte ein rechtliches Schlupfloch und gründete seinen eigenen Staat
im Land. Aus dem Farmer wurde Prinz Leonard, Herrscher über ca. 75
Quadratkilometer Land und ca. 20 Untertanen. Wer dort wohnt, zahlt keine
Steuern. Es gibt eigene Briefmarken, Banknoten und Münzen dieser sog.
Micronation, auf den meisten ist das Abbild von Prinz Leonard zu finden, was
ziemlich lustig ist. Uns empfang der Prinz höchst persönlich und führte uns in
seinem Reich herum. Jetzt befindet sich in meinem Reisepass, nun jedenfalls auch
ein Visumsstempel der “Hutt River Province“ mit Ein- und Ausreisedatum. Sein
Land hat im Jahr ca. 45.000 Besucher. Mittlerweile hat Prinz Leon auch 13.000
Staatsangehörige (diese lässt sich für 300 $ online erwerben – man bekommt
sogar einen eigenen Pass). Nach dem wir alles gesehen hatten, kehrten wir nach
Australien zurück und fuhren weiter nach Geraldton.

Dort
bin ich nun seit gestern. Und ich muss sagen, dass mir dieses Städtchen ganz
gut gefällt. Hat irgendwie Flair. …morgen geht die Fahrt weiter zum nächsten
Nationalpark, wo neue Abenteuer auf mich warten!

Bis
bald… euer Michael