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Micha's Australien Tagebuch

Reisetagebuch

zum nachlesen und mitschwärmen ;-)

Zurück in Deutschland

Die Rückkehr Posted on Mon, June 22, 2009 16:47:01

Ich bin zurück… mir fehlen die Worte! Es ist toll meine Familie und Freunde wieder zu sehen, die ich stark vermisst habe. Doch es kommt mir hier alles irreal vor. Ich bin wieder zu Hause, habe aber Heimweh/Fernweh nach dem Leben des letzten Jahres was mich so glücklich machte.

Den Blog konnte ich auf meiner unglaublich tollen Süd-Ost-Asien Reise durch Indonesien, Singapur, Malaysia, Thailand, Laos, Kambotscha, HongKong und später sogar noch England leider nicht fortführen. Zu selten hatte ich Internet, Zeit und Gelegenheit diese fastzinierenden Eindrücke nieder zu schreiben.

Ich habe viele Dinge erlebt, über die ich 1000 Geschichten schreiben könnte. Dutzende Bilder wurden geschossen, die allein schon für sich sprechen.
Allerdings werde ich versuchen bei Gelegenheit auch noch dieses Abenteuer in From eines Blogs nieder zu schreiben.

Bis dahin sage ich nur: HAPPY TRAVELING und bis bald!

Euer Micha



Bali, Insel der Götter

Bali Posted on Sat, May 02, 2009 18:10:03

Der Entschluss, Bali in meine Reise einzubeziehen, wurde ziemlich kurzfristig gefasst. Ich fand einen günstigen Flug nach Indonesien …und dachte: “warum nicht” So trat ich das erste Stück meines “Rückfluges” an und flog am Sonntag, d. 19. April, gegen Mittag, von Perth nach Singapur. Mein Flug nach Denpasar (Bali) sollte zwei Stunden nach meiner Ankunft in Singapur abgehen. Natürlich hatte mein Flieger aus Australien eine Stunde Verspätung. So wurde mein Flugzeugwechsel in Singapur zu einem wahren Spießrutenlauf. Ich hatte gerade einmal 50 Minuten um mein Gepäck von A nach B zu bringen. Zu meinem Unglück, konnte man am Schalter meiner Airiline, mein Ticket nicht finden. Mein Name würde nicht im System stehen. Ich hatte mir zwar alle wichtigen Nummern notiert, aber die Zeit mein E-Ticket auszudrucken, hatte ich nicht. Und gerade das, wollten sie jetzt sehen. Ich hatte ca. noch 15 Minuten Zeit, um dieses Ticket zu besorgen, mein Gepäck abzugeben und in den Flieger einzuchecken. Nun musste also schnell ein PC mit Internetverbindung gefunden werden. Ein Azubi, führte mich im Eiltempo quer durch den Airport, durch dutzende Gänge, bis zu einem kleinen verrauchten Büro der Fluggesellschaft. Dort konnte ich dann mein E-Ticket ausdrucken. Anhand meiner Reservierungsnummer, konnten sie nun endlich mein Ticket finden. In letzter Minute checkte ich ein und gab mein Gepäck auf. …hätte nie gedacht, dass dieses noch rechtzeitig zum Flieger kommt. So… jetzt hatte ich noch 10 Minuten, um zu meinem Gate zu laufen. “Glücklicher Weise” hat dieser Flughafen ja nur ca. 60 Gates und allerhand Sicherheitskontrollen! Ich rannte durch den Flughafen, drängelte mich überall vor, wurde zusätzlich noch nach Sprengstoff kontrolliert und erreichte als Letzter gerade noch so, mein Flugzeug. Dieser Flug war weitaus unkomfortabler, als mein erster mit Quantas, enge Sitze, Mini- Mahlzeit und kein Entertainment Paket. Aber ich bin ohne Probleme hier in Bali angekommen und das ist ja die Hauptsache.Natürlich hatte ich mich auch hier in Bali wieder um einen Couchsurfplatz gekümmert. Es sollte ja kein typischer Touristenurlaub werden. Leider funktionierte mein Handy nach Ankunft am Flughafen nicht mit meiner australischen SIM-Karte, ich bekam kein Netz. So konnte ich bei meiner Gastgeberin Jasmine, vorerst nicht anrufen und Bescheid geben, dass ich da bin. Da es mittlerweile schon 23:00 Uhr war, beschloss ich ein Taxi zu nehmen und nach Kuta, zu einem Guesthouse, empfohlen von einem anderen Couchsurfer, zu fahren und dort meine erste Nacht zu verbringen. Die Taxifahrt, dauerte ca. 20 Minuten und mein erster Eindruck von Bali war: “unglaublich heiß, die fahren hier wie die Verrückten”. smiley

Als ich bei meiner geplanten Unterkunft ankam, hatte die Rezeption natürlich schon geschlossen und niemand war zu finden. So wanderte ich mit meinem Rucksack durch die Strassen, auf der Suche nach einer Bleibe. Zwei oder drei Häuser weiter, traf ich dann auf ein paar Jugendliche, die für mich bei einem umliegenden Gästehaus anriefen und für mich ein Zimmer besorgten. Das Zimmer kostete gerade mal umgerechnet ca. 4 Euro, für eine Nacht. Völlig erschöpft, von der langen Anreise, ging ich nach einer Dusche, sofort ins Bett und schlief umgehend ein. …das war Tag 1

Tag 2 – Montag

Ich wachte früh auf und ging als erstes zum Strand. Sofort dachte ich, ja hier bist du richtig …traumhaft. Nach 15 Minuten des Genießens wanderte ich in die Stadt, um zu frühstücken und um einen Computer bzw. ein Telefon zu suchen. Zuerst fand ich ein Internetcafe, von dem aus ich dann Jasmine kontaktieren konnte. Danach wurde gefrühstückt, bzw. da ich schon etwas mehr Hunger hatte, habe ich gleich Mittag gegessen. Sehr lecker und sehr günstig. Endlich Schluss mit dem Backpacker Toastbort-Frass. Natürlich habe ich auch gleich das einheimische Bier “BINTANG” getestet. Endlich wieder ein Pilsner, was schmeckt! Die australische Lager-Plempe, stand mir bis oben hin. ~bäh~

Nachdem ich gegessen hatte, fuhr ich mit einem Taxi zu Jasmine. Sie wohnt ca. 20 min. nördlich von Kuta in einem kleinen Örtchen. Jasmine ist Indonesierin und eine professionelle Surferin. Sie gehört zu den besten Surferinnen Asiens. Jaz lebt zusammen mit ihrer Cousine in einem schicken Häuschen. Das Obergeschoss (ihr Bereich), gleicht einer Loft und bietet viel Raum. Man fühlt sich hier echt wohl. Jasmine organisierte sofort sämtliche Dinge für mich, die ich brauchte. Wir gingen los und ich kaufte als erstes eine indonesische SIM-Karte für mein Handy, damit ich wieder mobil bin. Diese hat gerade einmal ca. 1 Euro gekostet. Danach organisierte sie mir ein Motorbike und ein Surfbrett, beides für gerade mal ca. 3,50 Euro am Tag. …es ist alles sooo billig hier smileyGegen Nachmittag fuhren wir nach Seminyak, an den Strand. Dort lernte ich ein paar Designerinnen kennen, die für Quicksilver und TITUS arbeiten. Diese, sprachen sogar deutsch, aber während der Unterhaltung wechselten sie ständig zwischen Englisch, Indonesisch und Deutsch. Bali ist eine sehr kreative Insel, hier wimmelt es von Designern und Künstlern. Alle Namenhaften Surf-Firmen, wie Billabong, Rip Curl, Quichsilver, Volcom, ect. haben hier ihre Fabriken. Jasmine hat viele internationale Freunde und kennt eine Menge Leute aus der Szene. So konnte ich gute Kontakte knüpfen. Abends gingen wir dann bei ihrer Mutter im Restaurante in Seminyak essen.

Tag 3

Heute stand Surfen auf dem Plan. Nun fragt ihr euch sicher, wie ich mit einem Moped, ein Surfbrett zum Strand transportieren kann. Kein Problem, denn mein Roller, hat hierfür eine Extraausstattung smiley …hier auf Bali kein Problem!Die einzige Verkehrsregel ist, dass hier Linksverkehr herrscht, woran sich aber auch nicht unbedingt gehalten wird. Alle anderen Verkehrsregeln werden mit Hupen arrangiert. Ich habe mich recht schnell an die verrückte Fahrweise hier gewöhnt. Wobei es manchmal schon ziemlich stressig ist, sich hier durch den dichten Verkehr zu kämpfen.

Das Surfen an Balis Stränden ist eine Liga höher, als an den Stränden, wo ich in Australien mit Surfen begann. Hier gibt es riesige 2-3 Meter hohe Wellen, die ein Traum eines jeden Surfers sind. Nur eben nicht geeignet für einen Anfänger. Das Meer spielte mit mir, wie ein Kind mit seiner Gummiente in der Badewanne. Es wirbelte mich wild im Wasser rum und die Wellen versuchten mich zu vernichten. Ich hatte aber trotzdem riesigen Spaß, es zu versuchen. Schon alleine, wenn man es mal geschafft hat, hinaus zu paddeln und dann eine brausende Welle zu erwischen, macht einen glücklich.

Abends habe ich dann direkt am Strand gegessen und aus einer Kokosnuss getrunken. Später war ich dann noch mit Jasimine in einer Skatehalle “BASE” (bekannt aus dem Fernsehen), bei ihren Freunden. Ihrem Cousin gehört die Halle.

Tag 4

Mittags traf ich ein paar Freundinnen von Jasmine am Strand, Emelie und Margreth. Margreth, ist die Mutter einer der weltweit angesehensten Medienproduzentinnen. Durch Sie, kam ich zum Kontakt zu ihrer Tochter, Bernice. Sie hat Beziehungen zu allen großen Medienkonzernen der Welt. Wenn ich einmal ein Praktikum für mein Studium bräuchte oder Arbeit suche, “kein Problem”, meinte Sie! …sehr sehr nützlicher Kontakt für meine Zukunft! smiley Emilie, die andere Freundin, blieb gleich ein paar Tage zu Besuch bei Jaz.

Gegen Nachmittag nahm mich Jaz, zusammen mit drei ihrer Freundinnen, zu einem geheimen Surfspot im Süden Balis, mit. Man springt dort von einem Felsvorsprung mit seinem Surfbrett ins Wasser. An dieser Stelle brechen sich große Wellen, die zum Surfen perfekt geeignet sind. Wir surften bis zum Sonnenuntergang. Danach gingen wir noch gemeinsam Chinesisch essen.

Tag 5

Früh am Morgen, startete ich allein zu einem Surfausflug in den Süden Balis, nach Uluwatu und Dreamland. Ich habe sämtliche Traumstrände abgeklappert und versucht, in den riesigen Wellen Balis zu surfen. An manchen Stellen waren die Wellen aber so gigantisch, dass ich mich nicht ins Wasser traute, sondern nur ehrfürchtig zusah, wie die Wassermassen tobten… ein toller Anblick smiley

Ich war den ganzen Tag unterwegs und kam erst nach Einbruch der Dunkelheit wieder bei Jaz an. An diesem Tag war noch ein anderer Couchsurfer angekommen. James, ein Fotograf aus England, der sich gerade auf einer Weltreise befindet. …sehr netter Kerl!

Wer seine Fotos anschauen will: http://www.jamesmorganphotography.co.uk/

Tag 6

Da ich noch ziemlich ausgepowert vom Vortag war, schlief ich fast bis Mittag. Danach ging ich mit Jasmine und James zunächst zu ein paar Freunden und dann später, während des Sonnenuntergangs, surfen. Ich stand sogar endlich mal eine dieser Riesenwellen. WOW… das war geil smiley Da heute das Wochenende begann, gingen wir los um Party zu machen. Die beste Stadt dazu ist definitiv Kuta. Das Nachtleben dieser Stadt ist grandios. Bebende Diskotheken, einladende Clubs mit Live-Bands und chillige Bars. Man hat eine riesige Auswahl, auszugehen. Das Publikum ist sehr gemischt, man trifft partywütige jugendliche Australier, “Liebe”-suchende Sextouristen, Foto-Verrückte Asiaten, chillige Surferguys, uvm. …sehr International eben. Alkohol, ist fast wie überall, das teuerste Konsumgut im Land. Aber auf jeden Fall, immer noch viel billiger wie in Australien.

Da Jaz und ihre Freundinnen, kein Ende fanden, endete die Partynacht erst im Morgengrauen und ich fiel nach der Heimfahrt total erschöpft ins Bett.

Tag 7

Natürlich schlief ich nach so einer Nacht erstmal ziemlich lange…

Als ich dann endlich halbwegs munter war, fuhr ich mit Emilie, James, Jasimine und ihren Freunden nach Ubud zum “Planet Earth Day”, einem Musikfestival mit dem Thema Umweltschutz. Hier wimmelte es von entspannten Leuten und es wurde tolle Musik gemacht. Ich lauschte der entspannten Musik, aß ein paar vegetarische Gerichte und genoss die Atmosphäre. Da wir auf dem Festival einige Freunde und Freundesfreunde von Jaz trafen, waren wir eine ziemlich große Gruppe auf der Heimfahrt. Wir düsten alle gemeinsam mit unseren Mopeds durch die Straßen Balis, zurück nach Kuta. Und wie ich so jeden Einzelnen vor mir fahren sah, dachte ich: “WOW” …der eine aus Brasilien, die andere aus Frankreich, James aus England, die eine aus Serbien, Jasmine aus Indonesien und ich aus Deutschland. ALLE SIND FREUNDE, sprechen so viele verschiedene Sprachen, aber EINE GEMEINSAM. Man hilft sich gegenseitig und lebt zusammen in Frieden. So international und doch so gleich! Warum kann es nicht überall auf der Welt so sein?

Da Jaz mit ihren Freundinnen, wieder so eine Partynacht plante, seilte ich mich zusammen mit James etwas ab. Wir folgten der Einladung von Maja (aus Serbien), mit zu Ihrem Haus zu kommen und den Abend gemütlich ausklingen zu lassen. Sie wohnt bei einem Freund in einem wunderschönen großen Strandhaus und studiert hier in Bali. in so einem Haus werde ich später auch einmal wohnen! smiley Sie bot uns an gleich, bei ihr im Gästezimmer, zu bleiben und mit ihr am nächsten Tag morgens die Insel etwas zu erkunden. …ja so sind die Leute hier! smiley

Tag 8

Nachdem wir ausgeschlafen hatten, nahm uns Maja mit nach Nusa Dua und führte uns etwas in der Gegend rum. Später aalten wir uns dort am Strand in der Sonne und aßen Mittag in einem Restaurant am Strand. Später fuhren wir dann nach Dreamland, um noch ein bisschen zu surfen. Abends haben wir alle gemeinsam bei Jaz’s Mutti Abendbrot gegessen. An diesem Abend stieß noch eine weitere Couchsurferin zu uns, Karina aus Portugal. Sie befindet sich auch gerade auf einer Reise durch Süd-Ost Asien. Nun sind wir hier schon zu dritt, aber das Haus von Jasmine ist zum Glück ziemlich groß.

Tag 9

An diesem Tag startete ich meine große Entdeckungstour quer durch Bali. Ich packte meinen Rucksack, tankte mein Motorrad voll (ca. 50 Cent eine Tankfüllung smiley), trug etwas Sonnenmilch auf, kaufte schnell noch eine Straßenkarte und einen Sarong (Art Kleid, zum Betreten der Tempel) und startete voll durch. Da ich der Nussschale von Helm, vom Motorradverleih, nicht wirklich traute, kaufte ich mir auch schnell noch einen neuen Helm. Kostete gerade mal 9 Euro hier – in Deutschland muss man für den Gleichen, bestimmt 90 Euro bezahlen.

Mein erstes Ziel war Ubud. In der Nähe dieser Stadt, liegen viele Sehenswürdigkeiten. Nachdem ich mich einige male verfahren hatte, erreichte ich endlich mein Ziel. Ich besuchte als erstes zwei verschiedene “Monkey Forrest’s”, den einen in Ubud, den anderen in Sangeh. Die Affen turnten überall herum (auch auf mir) und stifteten Unruhe… Nach dem “Affenzirkus” fuhr ich weiter, um mir die Gegend und einige Reisfelder anzuschauen. Spektakuläre Kulissen warteten auf mich. Die Natur hier ist beeindruckend. Da das Straßennetz hier auf Bali wirklich schlecht ausgebaut ist und an sämtlichen Schildern gespart wird, verfuhr ich mich natürlich wieder einmal. Dadurch fand ich aber gegen Abend zu einem abgelegen Tempel, irgendwo in der Nähevon Ubud, wo gerade eine große Zeremonie stattfand. Ich legte kurzerhand meinen Sarong an und schlich zum Tempel. Da außerhalb der Touristengebiete, kaum jemand englisch spricht, fragte ich mit Handzeichen, ob ich der Zeremonie vielleicht beiwohnen dürfte. Man nickte freundlich und winkte mich herein. Der gesamte Tempel war festlich geschmückt und es wurden traditionelle Instrumente mit sehr interessanten Klängen gespielt. Ich saß als einziger “Weißer” zwischen hundert Hindus. Die Zeremonie dauerte ca. 2 Stunden, ich verstand kein Wort vom Priester, und auch bis dahin nichts von dem ,was abgehandelt wurde. Ich war aber von all dem vollends begeistert. Eine Frau neben mir gab mir ein Räucherstäbchen, eine andere verschiedene Blumen. Mit diesen Dingen hielten dann alle ein Ritual ab und ich versuchte sie so gut wie möglich nachzuahmen, um niemanden zu erzürnen. Machte ziemlich spass… heute nun, weiß ich auch, was ich da eigentlich tat smiley

Nach der Zeremonie fragte ich nach dem richtigen Weg nach Ubud, der mir dann auch wieder mit Handzeichen erklärt wurde. Nach 30 Minuten Fahrt, fand ich dann auch endlich wieder zurück. Nach dieser Tour, genehmigte ich mir erstmal ein ausgiebiges Abendbrot in einem Holländischen Restaurant. Als Dessert, gönnte ich mir einen Cuba Libre und testete eine Zigarre von der Nachbarinsel Sumatra. Danach checkte ich in einem gemütlichen Gästehaus, zwischen zwei Reisfeldern, ein und verbrachte eine ruhige Nacht.

DIE RESTLICHEN TAGE FOLGEN BALD



Australien auf Wiedersehen …bis bald!

Western Australia Posted on Tue, April 21, 2009 14:43:49

7 Monate Australien sind nun vorüber und ich kann nur sagen, DANKE!
Die
vergangenen Monate waren die schönsten meines Lebens. “I had the best
time of my life”
Ich bin vieles an Erfahrungen reicher und mein
Horizont hat sich stark erweitert. Während meiner Reise durch Australien, habe ich so viele neue Freunde gewonnen, die mir so viel gegeben
haben. Ich weiß gar nicht, wie ich das jemals zurückgeben kann. Ich
werde mich auf jeden Fall stark engagieren, ein guter Couchsurf-
Gastgeber zu sein, an den Plätzen, wo ich später leben werde. Das
Reisen durch das Land hat so viel Spaß gemacht. Danke auch an meine
“Mates”
, die mich treu begleitet haben und mit denen ich so viel
erleben durfte. Es war eine geile Zeit! Australien ist ein super Land
zum Reisen und aber auch zum Leben. Es gibt hier keinen Winter, es ist
nahezu immer paradiesisch! Man kann binnen Stunden zwischen
Traumstränden, Nationalparks – die wie Südtirol aussehen, Großstädten,
dem Dschungel oder einsamen Dörfchen wechseln. Dieses Land bietet einen
Alles. Mir zumindest, denn ich hasse den Winter. Was ich alles erlebt
und gesehen habe, könnt ihr ja hier in meinem Blog nachlesen. Aber
alles das, was ich erleben durfte, nun in Erinnerung habe und jetzt im
Herzen trage, das lässt sich nicht in Bilder oder Texte bannen. Mein
Herz gehört nun Australien!
Nach meinem Studium plane ich definitiv
wieder zu kommen, vielleicht auch hier zu leben. Aber wer weiß, wo es
mich jetzt noch in die Welt hin verschlägt, denn mein Reisefieber ist
nun ausgebrochen. Ich will nun die Schönheit von Mutter Erde komplett
kennen lernen, alle fernen Länder bereisen! Müsste ich jetzt sofort ins
kalte und verregnete Deutschland zurück, würde ich wohlmöglich die Wände
hochgehen. Aber glücklicher Weise bin ich jetzt auf der Trauminsel Bali
und habe noch ganz Süd-Ost-Asien vor mir. Dann heißt es wieder ein Jahr
Deutschland, dann aber wieder erstmal-weg ins Auslandssemester.

So
meine lieben Leser, ich hoffe ihr hattet bisher viel Spaß meine Reise
mit zu verfolgen!? Seid gespannt auf neue Blogs von Süd-Ost-Asien!

Mein Bali Blog, sollte bald feritg sein! Ich kann nur sagen WAHNSINN… es ist echt toll hier!

Bis dahin…

euer Micha



Perth, die wahrscheinlich schönste Großstadt Australiens

Western Australia Posted on Tue, April 14, 2009 09:47:39

In den letzten Wochen hat sich einiges getan, ich bin froh, dass ich diesen Blogeintrag nun endlich fertig habe und nicht noch mehr dazu kommt. smiley

Ok, fange ich mal mit dem ersten Tag in Perth an. Wir fuhren gleich früh am Morgen los um die Gegend zu erkunden. Am ersten Tag, gondelten wir zunächst noch nicht in die City, sondern erkundeten das Gebiet entlang des Strandes. Perths Strände sind ein Traum. Azurblau und glasklar. Entlang des Strandes führt ein “Tourist Drive“, wo man die prunkvollen Villas der zahllosen “Reichen“ bestaunen kann. Diese Strasse, sind wir runter bis nach Fremantle gefahren. Dieser Ort liegt ca. 20 km südlich von Perth City. Hier fühlten wir uns sofort pudelwohl. Ich glaube Fremantle ist der am meisten europäische Ort Australiens. Voll von alten Gebäuden und kleinen Gassen, wo man an jeder Ecke gemütlich einen Cafe trinken kann. Da es uns dort so sehr gefiel, verbrachten wir den ganzen Tag dort und suchten in der Zeit nach einem Couchsurfplatz rund um Perth. Am nächsten Tag meldete sich darauf hin Steffen, ein Deutscher der vor 7 Jahren auf seiner Weltreise, in Perth hängen blieb und jetzt hier lebt. Er kam damals als Backpacker und wollte eigentlich nur 10 Monate in Australien bleiben und dann weiter nach Südamerika fliegen. Doch er blieb hier, gründete vor ein paar Jahren seine eigene Firma. Diese verkaufte er letztes Jahr und genießt zurzeit sein leben mit Surfen und Kite-Surfen. Man könnte ihn als super netten Selfmade-Man bezeichnen, der immer einen kecken Spruch parat hat und immer ein Lächeln auf den Lippen trägt. Er nahm uns bei sich zu Hause für ein paar Tage auf. Das coole war, er wohnt ziemlich in der Nähe von Fremantle, so konnten wir in unserer Lieblingsgegend bleiben. Am ersten Abend gingen wir gleich in eine kleine coole Bar (dem Mojos), in der ein Band Contest stattfand. Tagsüber relaxten wir entweder gemeinsam am Strand oder chillten mit Steffen und seinen Flatmates Mimmi, Curtis und Nick in ihrem gemütlichen Haus. Da Steffen nie seine Weltreise beendete, beschloss er, dass dieses Jahr nun endlich zu tun. So gab es nach zwei Tagen Bekanntschaft, schon Steffens Abschieds Party. Das war endlich wieder einmal eine Party mit allen Köstlichkeiten, wie man sie aus Deutschland kennt. Es gab deutsches Importbier, deutsche Bratwurst, Havanna Club Rum und Moods Zigarillos. Da ich das australische Bier kaum noch sehen kann, genoss ich den Abend in vollen Zügen. smiley

Am nächsten Tag mussten wir bei Steffen raus, da er noch einiges zu klären hatte, bevor sein Flug, zur ersten Station Hawaii ging. Er reist jetzt 1 Jahr lang rund um Nord- und Süd-Amerika. Wir reisten zu unsrem nächsten Couchsurf, zu Ross. Er wohnt in einem super schicken Häuschen direkt in Perth City Zentrum und ist ein echter Playboy. Wir wurden gleich mit einer Kiste Bier empfangen. Nach dem Ross’s Kumpel noch gekommen war, zogen wir los in das Nachtleben Perths. Ross nahm uns mit in die besten Clubs und Diskos Perths und spendierte sogar ordentlich Getränke. …wieder mal einen super Couchsurfplatz erwischt smiley…diese Nacht, war der absolute Kracher. Leider hatte ich meine Kamera vergessen. Es ist Wahnsinn, was Perth Partymäßig zu bieten hat. Überall wimmelte es von super hübschen Mädels. Es gibt hier nur schöne Menschen. Hier sieht jede Frau aus wie ein Model, was wohl auch daran liegt, das hier jeder in der Stadt unendlich viel Sport treibt. Schon früh am Morgen sieht man die Leute joggen, schwimmen oder Radfahren. Perth ist dazu auch ideal, alles ist super gepflegt und überall findet man Wiesen auf den man Sport treiben kann. Zudem zieht sich im Westen eine nicht endender Traumstrand entlang. Von allem was Perth zu bieten hat, würde ich diese Stadt als schönste Großstadt Australiens bezeichnen. Ich fühle mich hier super wohl und will eigentlich nie mehr weg von hier. Am besten in Fremantle wohnen und in Perth arbeiten… ok… erstmal Schluss mit dem kleinen Abschweif…

Sonntag mussten wir leider schon wieder bei Ross raus, da dieser von Montag bis Freitag immer im Norden Western Australias arbeitet und mit dem Flugzeug dahin fliegt. So zogen wir an einem Strand, dem C.Y. O’ Connor Beach in Fremantle, den uns Steffen empfahl, wo man von niemand gestört wird. Hier campen auch dutzende andere Backpacker. Ist wohl so etwas wie ein Geheimtipp. Am Montag vor meinem Geburtstag, fuhren wir nach Perth um Alida wieder zu treffen. Sie hatte ich beim couchsurfen in Sydney kennengelernt. Alida wohnt jetzt schon seit einer Weile hier in Perth. Durch Zufall traf ich an diesem Tag auch wieder einmal, nach langer Zeit, Maren und Mara (aus Port Douglas) wieder. Das lustige ist, dass Mara am selben Tag wie ich Geburtstag hat. So beschlossen wir kurzerhand zusammen hineinzufeiern. Mit Partyhütchen bewaffnet zogen wir mit Alida, Mara und Maren und Co. durch die Clubs, bis die Uhr dann endlich 12 schlug. …23… steinalt dachte ich! Aber auch so ein hohes Alter muss gefeiert werden. …und das wurde es! smiley

Am 31.03. verlebte ich meinen Ehrentag ehr gemütlich, bis es dann abends wieder mit Mimi (Steffens Mitbewohner, mit dem wir uns mittlerweile gut angefreundet haben) auf Piste ging. Wir gingen in den Hip-E Club, da war Backpacker Night und man bekam günstige Getränke…

Was wir sonst so machen…

Natürlich sind wir in den Westen gekommen um endlich Arbeit zu finden. Wir leben in Fremantle und suchen eigentlich jeden Tag rund um Perth nach Arbeit. Doch die Wirtschaftskrise ist leider auch hier sehr deutlich zu spüren. Es gibt keine Arbeit im Moment für Backpacker. Nirgends!!! Vor einem Jahr soll es hier noch ganz anders ausgesehen haben. …Man lebt im Paradies zu dem Lebensstandard eines Penners und kann sich NICHTS leisten. Aber naja was solls… man kommt schon irgendwie über die Runden. Ich habe hier echt gelernt ohne Geld auszukommen und finde es hier nach wie vor traumhaft.

7. April …ein schwarzer Tag

An diesem Tag meinte irgendeine Bande Kleinkrimineller, uns 3 arme Backpacker, ausrauben zu müssen. Wir parkten direkt am Freeway, unmittelbar vor MC Donalds um wieder einmal unsere Akkus aufzuladen und das kostenlose Internet zu benutzen. Als wir nach einer Stunde wieder aus dem Laden herauskamen, mussten wir feststellen, dass Einiges fehlt. Sie müssen das Auto wohl mit einer Art Draht geöffnet haben, denn es war nichts beschädigt. Sie durchwühlten alles und nahmen alles mit, was einen Wert hatte. Zum Glück nahmen wir unsere wichtigsten Sachen alle mit in MC Donalds rein, sonst wäre die Reise für mich jetzt vorbei. So klauten sie nur meinen kleinen Rucksack, in dem mein Kulturbeutel und allerlei Krimskrams war (auch meine Zahnbürste) und mein gerade erst erhaltenes Geburtstagspaket aus Deutschland. Alle darin enthaltenen Köstlichkeiten sind jetzt weg. Wie gewonnen so zerronnen. …wenn ich die in die Finger bekomme!!!

Naja… zum Osterwochenende, fanden wir endlich wieder einmal einen Couchsurfplatz in Orelia (ca. 20 km von Fremantle entfernt). Wir fanden Unterschlupf bei einer 50 jährigen Gefängniswärterin. Die aber ehr den Eindruck einer Kunstlehrerin machte. Hier surfte auch schon ein deutsches Pärchen, die wir dort kennenlernten. Wir konnten endlich wieder einmal relaxen, richtig duschen und allerlei Onlinekram klären, da wir ihr WLAN mitbenutzen konnten. Am Ostersonntag, machten wir alle gemeinsam ein leckeres Barbecue. Montags mussten wir leider wieder gehen und leben nun wieder am Strand.

Wie es weiter geht…

Da ich es nun aufgegeben habe, hier eine rentable und temporäre Arbeit zu finden, werde ich nun Australien früher als geplant verlassen. Denn für dieses Land, reicht mein übriges Geld nicht mehr lange. Aber nach Deutschland zurück komme ich auch nicht gleich. In der Stadt konnte ich meine Flüge genial und völlig kostenlos umbuchen. Wie schon so oft, ändern sich die Pläne hier zu Lande ziemlich schnell. In den letzten Tagen organisierte ich meine neuen Pläne, nun für 8 Wochen durch Süd-Ost-Asien zu reisen. Dort kann man für 5 Euro am Tag, wie ein König leben. Ich habe mir einen neuen “Lonely Planet“ Reiseführer gekauft… nun kann das Abenteuer weiter gehen. Meine Neuseeland-Reise, wird wegen dem Kostenfaktor und dem nun schlechten Wetter auf meine spaetere Weltreise verschoben. Simon und Michel fahren unseren Van wieder zurück nach Melbourne. Sobald sie dort ankommen, fliegt Simon wieder zurück nach Deutschland, er kann seine Flüge leider nicht umbuchen. Michel will sich noch die Ostküste anschauen. Am Sonntag schon, fliege ich nach Singapur und von dort aus direkt nach Denpasar auf die Insel Bali. Dort bleibe ich 2 Wochen und fliege dann wieder zurück nach Singapur. Von da aus, trete ich meine große Reise mit dem Orient Express in Norden an und bereise alle Länder dieses Erdteils. Erster Stopp wird in Malaysia, in Kuala Lumpur sein, dann geht es weiter nach Thailand, Laos, Kambodscha, Vietnam und schließlich Hongkong

Ich denke, bevor ich Australien verlasse, werde ich hier noch ein paar letzte Zeilen hinterlassen. Den Blog versuche ich aber auch weiterhin aufrecht zu erhalten, wenn ich dann in Asien bin.

Alles liebe… und seid gespannt! smiley …euer Micha



Rock the Mullet

Western Australia Posted on Sat, April 04, 2009 11:33:38

Nach ewig langen
Landstrassen durch die unendlichen Weiten West Australiens, war es wieder
einmal eine Freude in eine “richtige“ Stadt zu kommen. Das Wochenende in
Geraldton genossen wir in vollen Zügen. Besonders nach dem wir bei einem Stadtspaziergang,
in einem 2 $ Laden, die “einzig wahre Frisur“ entdeckten. Hier wird sie MULLET
genannt. Wir kauften uns alle 3 eine dieser Kopfbedeckungen, zu einem
Spottpreis. Die “Vokuhila“ wurde natürlich sofort aufprobiert und zeigte
schnell ihre Wirkung. Die Leute auf der Strasse wollten Fotos mit uns machen
und lächelten uns an. Wir waren die Männer der Stadt! smiley Da wir die Perücken so
lustig fanden, behielten wir sie gleich den ganzen Tag auf und gingen Abends
sogar damit los um Party zu machen. Als wir losgingen, trafen wir gleich an der
ersten Ecke auf einen coolen Australier (Ryan), der und sofort auf einen Drink
in eine Bar einlud. Aus einem wurden dann ca. 5 oder 6 und er nahm uns mit in
sämtliche Bars und Diskos der Stadt. Mit unserem Outfit, waren wir überall die
absoluten Publikums-Helden. Wir wurden im Chor mit “Mullet“ angefeuert. Die
Vokuhila, wirkte auch als absoluter Frauenmagnet. Und bei den Mädels in
Geraldton, ist Eine hübscher als die Andere. Es wimmelte von Traumfrauen. West
Australien ist voll davon und Geraldton, sollte erst ein Vorgeschmack darauf
sein, was uns in Perth erwartete…<!–
WriteFlash('‘);
//–>Am Ende dieses “Back in
Civilisation Party Weekends“, fuhren wir weiter Richtung Perth. Unser nächster
Nachtstopp war in Cape Sandy, wo wir wieder einen wunderschönen Sonnenuntergang
direkt am Meer beobachten konnten.

Früh am Morgen, fuhren wir
weiter zum Nambung Nationalpark. Hauptattraktion des Parks, sind die bis zu
vier Meter hohen verwitterten Kalksteinsäulen, die “Pinnacles”, er
ist deshalb auch unter dem Namen Pinnacles Desert bekannt. Diese Landschaft war
ganz hübsch anzuschauen aber lange nicht so spektakulär wie beschrieben. Gegen Abend erreichten wir
dann unser letztes Etappenziel Perth. Hier sollte auch endlich Arbeit auf uns
warten!?



Von Nord nach Süd gen Westen

Western Australia Posted on Fri, March 20, 2009 13:22:43

Da
man an der Westküste Australiens noch seltener Möglichkeiten findet, seinen
Laptop zu laden und man noch weniger Internetempfang hat, war es mir bis jetzt
nicht möglich einen neuen Blog hoch zu laden. Doch heute, nach tausenden
Kilometern, bin ich endlich wieder einmal in einer etwas größeren Stadt und
kann wieder etwas schreiben.

In Darwin, habe ich es nicht lange ausgehalten. Die Stadt war
zwar ganz schön, aber die Hitze im Norden, war so groß, dass man zu nichts
fähig war und auch nicht schlafen konnte. Wegen den gefährlichen Quallen,
konnte man auch nicht einfach in den Ozean springen und sich erfrischen. So
verbrachten wir die meiste Zeit nur in klimatisierten Einkaufszentren, um nicht
am Hitzetod zu sterben. Nach zwei Tagen, beschlossen wir, weiter zu fahren und vor
der Hitze zu flüchten. Vorher fuhren wir aber noch zum Adelaide River, stiegen
in ein Boot und gingen 5 Meter lange Salzwasser-Krokodile
füttern. Einen Meter, direkt vor einem, schossen sie aus dem Wasser und
schnappten nach dem Fleisch. …ein echt spektakuläres Erlebnis. Die Fahrt
dauerte ca. eine Stunde und wir trafen auf viele Krokos und erfuhren vom
Kapitän des Bootes jede Menge über diese perfekten Killermaschinen. Wäre ich da
ins Wasser gefallen, wäre ich innerhalb von ca. 15 Sekunden von einem Krokodil
gefressen worden. smiley

Nach
dieser Tour, ging unsere Reise weiter zum nächsten Etappenziel Broome. Am
ersten Abend, machten wir direkt am Highway, Richtung Westküste, rast. Dort
trafen wir auf einen echten Road Train Fahrer, der seinen riesigen Truck dort
über Nacht parkte. Während wir uns unser Abendbrot (Nudeln) kochten,
unterhielten wir uns mit Ihm über Gott und die Welt. Er gab uns sogar ein
tiefgekühltes Bier aus. Wie meistens im Norden, schlief ich auf dem Dach des
Vans. Im Inneren, war gar nicht daran zu denken Schlaf zu finden… dazu war es
einfach viel zu heiß!

Am
nächsten Tag, fuhren wir wieder stundelang durch das Land, um die Grenze Western Australias zu erreichen.
Es ging nur gerade aus, aber dieses Mal war die Landschaft wenigstens schöner
als im Outback.

An
der Grenze angekommen, mussten wir unser gesamtes Obst und verschiedene andere
Lebensmittel abgeben. Da uns der Zöllner anbot, vor der Grenze noch unser Obst
essen zu dürfen, versuchte ich 2 Orangen, 2 Äpfel und 3 Birnen wegzuspachteln.
Zu viel Obst, ist auch nicht gesund smiley darum gab ich nach der Hälfte auf. Nach
der Grenze mussten wir ca. noch 700 Kilometer fahren, bis wir endlich in Broome ankamen. Dort gönnte ich mir
erst einmal eine Pizza zum verspäteten Abendbrot. Danach gingen wir uns einen
Schlafplatz suchen und versuchten in der immer noch unerträglichen Hitze, ein
paar Stunden Schlaf zu finden.

Früh
am nächsten Morgen, fuhren wir auf einem Campingplatz, um endlich wieder einmal
unsere Klamotten zu waschen und in Ruhe relaxen zu können. Wir holten uns eine
Box Bier und einen Sack Eis, setzten uns in unsere Campingstühle und erholten
uns von der langen Fahrt. Leider konnte man auch hier am Strand wegen den
Quallen nicht schwimmen gehen. An der Promenade von Broome, lernte ich ein
nettes Backpacker-Pärchen aus Kiel kennen. Wie sich dann später herausstellte,
waren die beiden sogar Freunde von dem einen Kieler Pärchen, mit dem ich am
Anfang meiner Reise in Australien angekommen bin. Wieder mal ein lustiger Zufall smiley

Abends
konnten wir Teilhaber des “Stairways to
the Moon“
-Spektakels werden. Hierbei spiegelt sich der Mond so im Meer, das
es so aussieht, als würde eine Treppe zu Ihm führen…

Nach
zwei Tagen Broome, fuhren wir weiter zur nächsten größeren Stadt auf dem Weg
nach unten, Karratha/Dampier. In Dampier konnten wir das erste Mal endlich
wieder im Meer baden gehen. Ab hier gab es keine Quallen mehr. Ich kaufte mir
ein Stück Wassermelone, setzte mich an den Strand und tankte Sonne.

Im
Morgengrauen fuhren wir weiter Richtung Exmouth
zum Ningaloo National Park. Da die
Fahrt wieder einige Stunden dauerte, blieben wir den ersten Tag in Exmouth und
chillten am Strand. Wir beschlossen am nächsten Tag früh zu starten und in den
National Park zu fahren. So suchten wir uns früh am Abend schon einen
Schlafplatz. Die Parkidee hinter einem Busch war gut. Leider blieb unser Auto
in dem zu weichen Boden, im Sand stecken. Wir kämpften fast eine Stunde um den
Bus wieder frei zu bekommen. Das duschen an diesem Abend hätten wir uns sparen
können, aber wenigstens war der Van wieder befreit und wir nun müde genug um
sofort zu schlafen. Ich schlief wieder wegen der immer noch großen Hitze auf
dem Dach…

Die
Fahrt durch den Park am nächsten Tag, war paradiesisch. Ein Bilderbuch-Traumstrand folgte dem
Nächsten. Das konnten wir, wie man auf den Fotos sieht, mit Michels
Spiegelreflex-Kamera ziemlich gut festhalten. Aber das Gefühl was man bekommt
an solchen Stränden zu sitzen, kann man mit Fotos kaum deutlich machen.

Wir
verbrachten den ganzen Tag im Park, gingen schwimmen und schnorcheln. Die
meiste Zeit, saß ich aber nur am Wasser und genoss die Schönheit Australiens.

Abends
fuhren wir dann zur nächsten Station, nach Coral
Bay
. Dort angekommen, suchten wir uns einen Schlafplatz am Hafen. Hier
wurden wir wieder einmal von einem Ranger geweckt, der aussah wie ein Wrestler
aus dem Fernsehen. Da man nirgends “Wildcampen“ darf, forderte er uns “sehr
freundlich“ auf, innerhalb von 5 Minuten zu verschwinden oder eine Strafe von
150 $ zu zahlen. Da sein Dienst aber erst 7:00 Uhr begann, hatten wir sowieso
schon ausgeschlafen. Also fuhren wir gleich zum Strand um erst einmal zu
Frühstücken. Danach gingen wir wieder schwimmen und schnorcheln. Coral Bay ist
ein richtig kleiner Touristenort mit einem Traumstrand mit kristallklarem
Wasser.

Hier herrschten auch langsam wieder angenehme
Temperaturen. Wir genossen den Tag und tankten wieder ein bisschen Sonne. Nach dem
ich im “kalten“ Melbourne etwas ausgeblichen war, bin ich mittlerweile wieder
ganz gut braun! smiley

Nach
dem wir uns den traumhaften Sonnenuntergang anschauten, machten wir uns auf den
Weg nach Denham. Nach einer Stunde
Fahrt, fanden wir einen gemütlichen Rastplatz, wo wir nächtigten. In Denham,
verbrachten wir einen ehr gemütlichen Tag und gingen zeitig schlafen, um am
nächsten Tag sehr früh aufzustehen und nach Monkey Mia zu fahren. Das war nur 25 km von der Stadt entfernt.
Dieser Ort grenzt direkt an Shark Bay,
einer Meeresbucht an der man bei Sonnenaufgang Delphine füttern kann. Ich stand am Strand und mir schwamm ein
Delphin direkt bis vor die Füße. Ich gab ihm einen Fisch zu fressen. …war echt
cool smiley

Als
alle Delphine satt waren und wieder in den Ozean zurück schwammen, fuhren wir
weiter nach Geraldton. Der Zwischenstopp, den wir einlegten, war einer der
besonderen Art. Wir verließen für ein paar
Stunden das Land

In
der Naehe von Kalbarri, ca. 550 km nördlich von Perth, befindet sich das Fürstentum
Hutt River Province“. http://www.hutt-river.org/
Im Jahre 1970, hatte ein Farmer genug davon, Steuern an den australischen Staat
zu zahlen, nutzte ein rechtliches Schlupfloch und gründete seinen eigenen Staat
im Land. Aus dem Farmer wurde Prinz Leonard, Herrscher über ca. 75
Quadratkilometer Land und ca. 20 Untertanen. Wer dort wohnt, zahlt keine
Steuern. Es gibt eigene Briefmarken, Banknoten und Münzen dieser sog.
Micronation, auf den meisten ist das Abbild von Prinz Leonard zu finden, was
ziemlich lustig ist. Uns empfang der Prinz höchst persönlich und führte uns in
seinem Reich herum. Jetzt befindet sich in meinem Reisepass, nun jedenfalls auch
ein Visumsstempel der “Hutt River Province“ mit Ein- und Ausreisedatum. Sein
Land hat im Jahr ca. 45.000 Besucher. Mittlerweile hat Prinz Leon auch 13.000
Staatsangehörige (diese lässt sich für 300 $ online erwerben – man bekommt
sogar einen eigenen Pass). Nach dem wir alles gesehen hatten, kehrten wir nach
Australien zurück und fuhren weiter nach Geraldton.

Dort
bin ich nun seit gestern. Und ich muss sagen, dass mir dieses Städtchen ganz
gut gefällt. Hat irgendwie Flair. …morgen geht die Fahrt weiter zum nächsten
Nationalpark, wo neue Abenteuer auf mich warten!

Bis
bald… euer Michael



Unterwegs im Outback

Outback Posted on Fri, March 06, 2009 11:35:13

Wo ich gerade bin? In Daly Waters – Northern Territory… das liegt ca. 500
km südlich von Darwin. Ich habe somit meine Mammut-Tour durch das australische
Outback fast hinter mir. Diesen Blog, habe ich während der Fahrt geschrieben.
In dem kleinen Städtchen hier, habe ich jetzt endlich Zeit, Strom und
Internetempfang und kann somit meine Erlebnisse hier berichten. Am Montag ging
der Trip in das ewige NICHTS Australiens los. Endlose Strassen, immer nur
gerade aus. Die Vegetation nahm von Kilometer zu Kilometer immer mehr ab und es
wurde heißer. Autos trifft man hier kaum auf der Strasse, es rauscht höchsten
ab und zu einmal ein riesiger ROAD TRAIN
an einem vorbei. Diese Trucks sind so lang und riesig, dass man vom Luftsog
fast von der Strasse geworfen wird….

Unser
erster großer Stopp, sollte in Coober
Pedy
sein, dem “Opal Capital of the World”. Dieser Wüstenort ist
trist und heiß. Die Menschen dort, leben in einer Art Höhlenbehausung unter der
Erde, da man es vor Hitze sonst kaum aushalten würde. Wir schliefen dort ein
paar Stunden und fuhren bei Morgengrauen weiter. Am nächsten Tag regnete es… JA ES REGNETE… mitten im absoluten
DESERT, wo es sonst nie regnet. Und es regnete nicht nur, es schüttete. Wir
waren sehr erstaunt, als es vom Himmel goss. Der Wetterbericht, sagte
eigentlich für die ganze Woche “gemütliche“ 48 °C tagsüber – ohne Wolke am
Himmel und 36°C nachts. Aber es war kalt und zeitweise ziemlich nass… Wir
fuhren bis auf einen Campingplatz, kurz vor dem Uluru-Kata Tjuta Nationalpark. Dort konnte man kostenlos
übernachten. Da es schon langsam Abend war, beschlossen wir am nächsten Tag in
den Park zu fahren.

Am
nächsten Tag regnete es auch ab und zu. Das konnte man aber eigentlich als
Glück bezeichnen, denn somit war es nicht so heiß zum wandern und wir gehörten
zu den gerade einmal 1% aller Besucher, die Wasserfälle am Uluru beobachten konnte.

Die weite Fahrt bis zum
Ayers Rock, hatte sich wirklich gelohnt. Vor dem riesigen Fels, mitten in der
Landschaft, zu stehen, raubt einen wirklich dem Atem. Wir schauten uns am Ende
des Tages noch den Sonneuntergang an und fuhren anschließend zurück zu dem
einen Campingplatz. Bei Dunkelheit in dieser Gegend zu fahren, war gefährlicher
als wir dachten. Denn sobald es dunkel wird, werden viele Tiere aktiv. Nach 30
Minuten Fahrt, sprang uns ein Känguru vor das Auto. Ich konnte zwar gerade noch
so ausweichen, so dass wir es nicht frontal rammten, aber es ist doch irgendwie
unter das Auto gesprungen und so von den Hinterrädern erfasst worden. Das
Känguru lag dann tot auf der Strasse und wir waren geschockt. Dem Van war
nichts passiert. Da wir in dieser Einöde nichts machen konnten, fuhren wir die
restlichen 100 km weiter zurück zum Campingplatz. Dort sagten wir an der
Rezeption bescheid, dass uns ein Känguru vor den Van gesprungen sei. Die
sagten, dieses würde jeden Tag passieren und da hier draußen kein Ranger oder
ähnliches ist, könnte man da nichts machen. …armes Tier. Mhh

Für
den nächsten Tag, war ein Ausflug zum Kings
Canyon
geplant, der Teil des Watarrka-Nationalparks ist

. Nach ca. 3 Stunden Fahrt standen wir vor dem 300
Meter hohen Canyon, der nun von uns erklommen werden sollte. Es gibt eine Wanderroute um den Canyon herum, welche über die Plateaus
führt und ungefähr 6 km lang ist. Diese Tour nahmen wir in Angriff. Nach einem
steilen Aufstieg, wanderten wir ca. 4 Stunden bei glühender Hitze auf dem
Canyon herum. Das war wieder einmal eine sportliche Betätigung, die echt gut getan
hat. Und es hat echt Spaß gemacht auf den Felsen zu klettern.

Gegen Nachmittag führen wir dann nach Alice
Springs, wo wir eigentlich eine Nacht bleiben wollten. Als wir Mitternacht
ankamen, war uns diese Stadt aber alles andere als geheuer. Überall auf den
Straßen torkelten betrunkene und herumpöbelnde Aborigines herum – was in den
nächsten Städten genau so seien sollte. So fuhren wir immer etwas außerhalb der
Städte und schliefen auf Rastplätzen. Dort war es sicherer. Da uns Alice
Springs nicht gefiel, kauften wir nur kurz etwas neue Lebensmittel und Wasser
ein und fuhren dann weiter. Und nun ein Tag später, sind wir also nun in Daly Waters. Morgen geht die Fahrt weiter zu unserem Etappenziel Darwin.

Abschließend,
nach ca. 3000 km, kann ich sagen, dass ich froh bin, aus dem Outback nun fast
wieder raus zu sein. Es ist eine heiße, trostlose Gegend. Im Süden des Outbacks,
wird man von Fliegen genervt, die einem immer im Gesicht sitzen und in Norden
fallen tausende Mücken über einen her. Man muss hunderte von Kilometern fahren
um von einem Ort in den Nächsten zu kommen. Hätten wir nicht unseren
MP3-Player, würde man beim fahren auf den endlosen Strassen einfach
einschlafen. So macht es aber manchmal sogar Spaß bei den Klängen der “Dire
Straits“, “Johnny Cash“ oder “The BossHoss“ über den Highway zu brettern… Naja,
das Outback muss man einmal erlebt haben, aber einmal reicht!

Mal
sehen, was mich in Darwin erwartet!

Bis
dahin alles gute, euer Micha!

P.S.:
Danke, für die Kommentare und Gästebucheinträge! Darüber freue ich mich immer!




Jetzt wird wieder richtig durchgestartet

Victoria Posted on Mon, March 02, 2009 00:25:33

Es gibt wieder viel Neues zu
berichten. Zu allererst ein paar Infos über die Buschbrände in Victoria. In
Belgrave/Melbourne, konnte ich die Geschehnisse hautnah miterleben. Wenn der
Wind drehte, weiteten sich die großen Buschbrände bis hin zu den Städten aus.
Wir wurden zweimal evakuiert und mussten unser Haus in Belgrave verlassen. Man
sah das Feuer und die riesigen Rauchwolken direkt vor der Stadt, es wehte ein heißer
Wind und die Strassen waren voller Qualm. Am Himmel flogen die
Löschhubschrauber und Feuerwehrautos rasten durch die Strassen. Das selbst
mitzuerleben und vor dem Feuer zu flüchten, war eine Erfahrung für mich, an die
ich mich wohl noch lange erinnern werde.

Nun zur Arbeits- und
Wohnungssuche…

Nach vielen Bewerbungsmails
und Telefonaten, musste ich einsehen, dass ich in Melbourne nichts finden
werde. Den anderen ging es genau so. Und da wir nicht einmal ein Appartement
oder ein Haus in der Umgebung finden konnten, überlegten wir wie es nun
weitergehen sollte…

Da wir alle schon lange
nicht mehr “wirklich“ gereist sind und gerne wieder einmal etwas Natur sehen
wollten, fingen wir an zu planen. Die erste Idee, war es nach Neuseeland zu fliegen
und dort einen Van zum Reisen zu mieten. Doch da zurzeit immer noch Hauptsaison
dort ist, wurde uns der Spaß zu teuer. Diese Idee wurde also in die Nebensaison
verschoben. Außerdem wäre es ziemlich dringend nötig wieder einmal zu arbeiten.
Durch das Couchsurfen haben wir zwar jede Menge Geld gespart, aber es heißt ja
schließlich “Work and Travel“. Also überlegten wir hin und her, wie nun unsere
Reise möglichst günstig weitergehen könnte. Da kam uns eine Idee. Adam, bei dem
wir die letzten Wochen couchsurften, plante mit drei Freunden, gegen Ende
Februar nach Deutschland zu fliegen und von dort aus eine Europareise zu
starten. In dieser Zeit würde er also seinen Van nicht benötigen. So fragten
wir Ihn ob wir den Bus eventuell für einige Zeit ausleihen könnten. Und da Adam
natürlich ein super Kumpel ist, sagte er “yes, why not“.

So starteten wir, ca. eine
Woche vor Adams geplanter Abschiedsparty, den Van flott für die große Reise zu
machen. Wir brachten den Van zu einer Werkstatt, dort bekam er noch einmal
einen gründlichen Service Check und es wurde uns gesagt, was alles erneuert
werden müsste. Dazu hatten wir dann noch ein paar Tage Zeit. Der Van bekam
einen neuen Reifen, die Spur wurde eingestellt, es wurde ein neues Auspuffrohr
angeschweißt und die Bremsen wurden erneuert. Dann besorgten wir noch ein paar
Campingutensilien, damit wir auf nichts angewiesen sind und günstig kochen
können. Jetzt war der Bus bereit zum Weitereisen. Da Adam den Van vor einem
Jahr so umrüsten lies, das er altes Frittierfett fahren kann. Sollte die
Weiterreise für uns ziemlich günstig werden. Wenn ich von uns spreche, meine
ich Simon, Michel und mich. Joram beschloss in Melbourne zu bleiben und vorerst
weiter nach einem Job zu suchen oder später dann nach Cairns hoch zu fliegen.

Unsere australische Freunde,
Adam, Danny, Alex und James wurden von uns indessen gut auf Deutschland/Europa
vorbereitet smiley …sie haben für Deutschland ein Work and Travel Visum, mit dem
sie ein Jahr in Deutschland bleiben dürfen. Also, wer gerne einmal ein paar
echte Australier bei sich zu Hause, für ein paar Tage aufnehmen möchte, kann
mich gerne anschreiben und ich werde dann die Nachricht weiterleiten…

Letzte Woche Samstag, war
die große Abschiedsparty. Sie verließen Melbourne, um ihren Euro-Trip zu
starten, wir starteten unseren Roadtrip durch Australien.

Erster Anlaufpunkt für
unsere Aussie-Freunde, war Frankfurt. Dort wurden sie am Flughafen von meinem
guten Freund Arne empfangen. Er war auch am Flughafen um mich zu verabschieden.
Auf gute Freunde ist eben Verlass. Arne nahm die Bande für die erste Nacht in
Deutschland bei sich auf und gab Ihnen eine würdige Willkommensparty! …hast du
gut gemacht mein Freund, ich habe schon ein paar Fotos hier im Internet gesehen. smiley

Wir starteten unsere
Weiterreise am Montag letzter Woche.
Die erste Etappe, sollte die Great Ocean
Road
sein. Nach ca. fünf Stunden Fahrt, kamen wir am Startpunkt der
Küstenstrasse in Torquay an. Dort schliefen wir die erste Nacht direkt am
Strand. Ich war begeistert endlich wieder am Meer zu sein und die kühle,
salzige Briese der tobenden Wassermassen zu atmen. Am nächsten Tag, fuhren wir
zeitig los, um möglichst viel sehen zu können. Unsere Tour führte uns direkt am
Meer entlang. Die Schönheit der Natur an dieser Strasse, lässt sich nicht mit
Worten beschreiben. Traumstrände soweit das Auge reicht. …ich glaube ein paar
meiner Bilder bringen dieses ganz gut zum Ausdruck. Wir schauten den Surfern beim
Wellenreiten zu, wanderten durch Nationalparks und spazierten an einsamen
Stränden.In einem der Nationalparks konnten wir Koalas direkt an der Strasse,
in ihren Eukalyptusbäumen hängend, beobachten. Sogar einen Babykoala, haben wir
vor die Linse bekommen. smiley …auf ein anderes Tier, was uns weniger erfreute,
stießen wir auf dem Rückweg von einem einsamen Strand. Eine große schwarze
Schlange kreuzte unseren Weg. Ich konnte sogar ein Foto machen, wo sie noch ein
Stück darauf zu sehen ist. Später sagte man uns, dass diese Schlange eventuell sehr
giftig und aggressiv sei! Wieder einmal Glück gehabt!!! Am zweiten Tag
übernachteten wir in Port Campbell. Von dort aus besichtigten wir die 12
Apostel
, die bekanntesten Felsformationen Victorias. Am Ende der Great Ocean
Road
, in Warrnambool, traf ich einen alten Freund, Falko aus Port Douglas
wieder. Ihn hat es hierher auf eine Rinderfarm verschlagen. Er arbeitet bei einem
Bauern und hilft beim bewirtschaften seiner Felder. Er sagte, es wäre schwer
gewesen den Job zu finden und am Anfang hätte
es auch arge Kommunikationsprobleme mit dem Farmer gegeben, da dieser
einen starken australischen Akzent hat, aber jetzt macht ihm die Arbeit Spaß.
Wir gingen gemeinsam in eine gemütliche Bar und tauschten unsere Erlebnisse der
vergangenen Monate aus. Es war toll ihn noch einmal in Australien zu treffen.

In der Nacht in Warrnambool,
wurden wir 3:30 Uhr von Rangern geweckt, die uns darauf hinwiesen, das man dort
im Park nicht campen darf und wir weiter fahren müssten. Bei losfahren
bemerkten wir aber, dass unser “neuer Reifen“ platt war. So mussten wir mitten
in der Nacht das Rad wechseln. Danach führen wir zu einem entfernteren Platz um
weiter zu schlafen. Am nächsten Morgen brachten wir den Van zu einem
Reifenservice. Dort wurde unser Reifen fachmännisch repariert. Die Reise konnte
weitergehen. Auf der Strecke von Warrnambool nach Mount Gambier, konnten wir
wieder viele schöne Strände und sogar einen versteinerten Wald besichtigen. In
Mount Gambier, eine auf einem Vulkan errichtete Stadt, übernachteten wir. Am
nächsten Morgen, war derselbe Reifen erneut platt. Das Loch war wohl doch zu
groß um repariert zu werden. Also wurde wieder einmal das Ersatzrad montiert
und es ging erneut zu einem Reifenhändler. Dieses Mal ließen wir gleich einen
neuen Reifen aufziehen.

Die Reise konnte zum
nächsten Etappenziel, Adelaide weitergehen. Zwischenstopp für eine Nacht, war
in Victor Habor. Dieser Ort, liegt südlich von Adelaide direkt am Strand. Dort
gingen wir auf einer Insel spazieren wo man Wale und Pinguine sehen kann.
Leider waren wir zu falschen Zeit dort und sahen nur ein paar doofe Möwen.

Am nächsten Tag ging es dann
nach Adelaide. Dort hatten wir uns um einen Couchsurfplatz gekümmert. Unsere
Gastgeber, waren ein paar Kunststudentinnen. Das Haus war in einem ziemlich
wilden Zustand und voller Skurrilitäten. Aber das erwartet man ja bei
Kunststudentinnen nicht anders. Eine von den Mädels hatte einen Fetisch, Frauen
beim Sex mit Außerirdischen zu malen. Diese Bilder hingen überall an der Wand.
😛 Samstag nahmen uns die Mädels mit in die Stadt und zeigten uns das
Nachtleben Adelaides. Sie verstanden es gut zu feiern und wir hatte eine Menge
Spaß. Gestern, war dann leider nicht viel mit uns anzufangen.

Heute ist Start zur wohl
größten Etappe
auf meiner Reise. Wir fahren zum Ayers Rock – Uluru, nach Alice
Spings und dann weiter nach Darwin.
Der Trip geht so zu sagen 3000 km quer
durch den Kontinent durch das Outback. Wir gehen jetzt noch reichlich Wasser,
Essensvorräte, Oel und Benzin einkaufen. Dann geht die große Fahrt los.

Unser Plan ist es, später
dann an die Nordwestküste zu fahren, da man dort gut Arbeit finden könnte.

Mein nächster Blog wird
geschrieben, wenn ich wieder Strom und Internet habe, wahrscheinlich in Alice
Springs.

Also bis
dann… viel Spaß beim Bilder anschauen



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