Hier in Melbourne, ist heute der heißeste Tag, seit geschichtlichen
Aufzeichnungen. Es sind 50°C!!! Die Wälder brennen, der Strom ist ausgefallen,
da Strommasten umgestürzt sind (hoffentlich hält mein Akku noch ein bisschen)
und es herrscht überall Chaos. Da man an Hitzetod sterben würde, wenn man heute
das Haus verlässt, schreibe ich jetzt endlich wieder einmal meinen Blog.

Vor ziemlich genau 3 Wochen, bin ich mit meinen neuen
Reisegefährten, 3 Hamburger Jungs (Simon, Michel und Joram), hier in Melbourne gelandet. Angekommen am
Flughafen, standen wir vor dem Ausgang und überlegten erstmal, wo wir denn heute
eigentlich übernachten könnten. Wir schlugen den “Lonely Planet “auf, suchten ein
Hostel, was ansprechend beschrieben war und einen günstigen Preis hatte. Dann
nahmen wir einen Taxi (der ist zu viert günstiger als Bus fahren) und fuhren zu
der Adresse. Das Hostel war ziemlich überfüllt und auch ehr von schlechter
Qualität. Die Zimmer glichen Heizungskeller und geputzt wurde auch nicht gut.
Aus diesem Grund und natürlich um Geld zu sparen, suchten wir uns wieder einen
Couchsurfplatz…

Sammie, ein nettes achtzehnjähriges Mädel, was für ein paar
Tage zu Hause sturmfrei hatte, bot uns an zu kommen. Wir nahmen den Zug und
nach 40 Minuten Fahrt, kamen wir bei ihr an. Sie freute sich, dass wir kamen,
denn sie hatte ein Auto, was von ihr bewegt werden wollte, was sie aber selbst
noch nicht durfte, da sie ihren Führerschein noch nicht bestanden hatte. So
kamen wir als Fahrer in Frage. Das war ein Fehler von ihr! smiley Unsere erste Fahrt sollte zum Aldi gehen um einzukaufen.
Joram, der Jüngste aus unserer Gruppe wollte unbedingt fahren. Da er noch nie
in Australien auf der linken Seite gefahren ist, drehte er die Musik im Radio
laut auf um sich besser konzentrieren zu können!^^ Voller Begeisterung fuhr er los und baute im ersten
Kreisverkehr gleich einen Unfall. Zum Glück gab es nur ein paar Beulen und
Lackabschürfungen. Da Australier aber gelassene Menschen sind und Backpacker gut
versichert, gab es keine grossen Probleme im Nachhinein. Wir waren aber
trotzdem alle sauer auf Joram, das hätte wirklich nicht sein müssen. Wenn man
seine Gedanken ein bisschen zusammen nimmt, passiert sowas nicht! Nach dem Unfall, wurde ich zum
Fahrer bestimmt, da ich ja schon einige hundert Kilometer mir meinem Van in
Australien zurückgelegt hatte. Wir kauften ein und kochten dann gemeinsam für
Sammie. Danach wurde ein bisschen gefeiert.

Nach zwei Tagen, bekam Sammie einen
Anruf von Ihrer Arbeit, dass sie gebraucht wird. Sie arbeitet in einem Ferienlager
für Kinder, was etwas außerhalb von Melbourne liegt. So war für uns die Zeit
gekommen, uns kurzfristig um einem neuen Couchsurfplatz zu kümmern. Zu viert
ist es immer schwierig irgendwo unter zu kommen.

Zum Glück fanden wir Adam (19), der kurz entschlossen sagte,
klar wir könnten gerne kommen und in seinem Bungalow schlafen. Er bot uns sogar
an, uns abzuholen, da er einen großen Van hat und wir dann keine Probleme mit
unserem Gepäck hätten. So kamen wir nach Belgrave, ein Stadtteil, der ziemlich
weit entfernt vom Zentrum ist. Hier ist es ehr eine Seltenheit, dass deutsche
Backpacker auftauchen. Und Adam, hatte jetzt gleich vier! So machten wir schon
auf der Fahrt zu Adam halt bei Aldi um etwas Bier für unsere geplante
Willkommensparty zu kaufen. In Victoria ist das im Aldi möglich, sonst nur in
Bottleshops, wie in den anderen Staaten. Hier kann man neben vielen anderen
deutschen Produkten, sogar deutsches Importbier, zu einem angemessenen Preis, kaufen. “KAISERDOM“ smiley …schmeckt nicht unbedingt gut, aber besser als die australische Brühe, die
hier Bier genannt wird.

Zu unserer Willkommensparty erschienen viele Freunde von
Adam, die mit uns ausgelassen feierten. Wir fühlten uns sofort super-wohl und
waren direkt in den Freundeskreis integriert.

Diese Party, war der Startschuss, zu einem jetzt schon seit
drei Wochen andauernden Party-Marathon. Darüber ausführlich zu berichten, ist
denke ich nicht nötig. Denn Bilder sprechen Bände. Und davon habe ich jetzt
schon über 200 hochgeladen. Ich erlebe hier meine zweite Jugend auf
australische Art und Weise. Die Clique hier und das, was wir so unternehmen,
erinnert stark an Filme, wie “American Pie“, “Roadtrip“ oder “Partyanimals“.
Seit dem Raffael und Jan (aus Cattai) auch noch hier sind und bei Freunden von
Adam schlafen, geht es hier richtig rund. Es ist der absolute Wahnsinn! Wir
“crashen“ viele Hauspartys, feiern Poolpartys in Playboy Mansion’s, machen
Bierolympiaden, gehen an Seen baden, oder “cruisen“ einfach nur mit dem Van
durch die City.

Uns gefällt es hier super, aber da wir Geld für unsere
geplante Neuseelandreise brauchen, ziehen wir am Mittwoch hier aus, um zu
arbeiten. Die Informationen dazu, gibt es im nächsten Blog. Also meine lieben
Leser, immer schön Kommentare und Gästebucheinträge schreiben, dann lässt der
nächste Blog nicht so lange auf sich warten! Denn ein bisschen Zuspruch, spornt
an zu schreiben!

Lasst es euch gut gehen, euer Micha

PS.: …das Tier, was auf den Bildern zu sehen ist, ist ein
Opossum. Wir haben es Spanky getauft smiley

Mehr als 200 neue Fotos online